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Eli Lilly meldet Phase-1-Daten zu Sofe-M
Symbolbild. Unter Zuhilfenahme von KI-Systemen generiert.

Global Kursziel Pharma

Eli Lilly meldet Phase-1-Daten zu Sofe-M

In Kombination mit Bevacizumab zeigte Sofetabart Mipitecan bei platinsensitivem Eierstockkrebs eine bestätigte Ansprechrate von 79,3 Prozent.

Publiziert Lesezeit 3 Min. Unter Zuhilfenahme von KI-Systemen erstellt

Eli Lilly & Co hat Phase-1-Daten zu Sofetabart Mipitecan (Sofe-M) in Kombination mit Bevacizumab bei platinsensitivem Eierstockkrebs vorgelegt, die eine bestätigte Ansprechrate von 79,3 % und eine Krankheitskontrollrate von 100 % zeigten.

Warum jetzt: Lilly meldete Ansprechen in Phase 1

Eli Lilly & Co hat Phase-1-Daten zu Sofetabart Mipitecan (Sofe-M) in Kombination mit Bevacizumab bei Patientinnen mit platinsensitivem Eierstockkrebs vorgelegt.

Die Kohorte umfasste 33 Frauen, die 4 mg/kg Sofe-M plus 15 mg/kg Bevacizumab erhielten, von denen 29 Patientinnen mit messbarer Erkrankung für das Ansprechen auswertbar waren. Zum Datenstichtag am 6. Juli 2026 lag die bestätigte objektive Ansprechrate bei diesen 29 Patientinnen bei 79,3 %, das sind 23 von 29 Patientinnen, darunter 6 Vollremissionen und 17 Teilremissionen. Die Krankheitskontrollrate lag bei 100 %.

Die beiden Werte messen Verschiedenes: Die Ansprechrate zählt nur Patientinnen, deren Tumor schrumpft oder verschwindet, während die Krankheitskontrollrate zusätzlich eine stabile Erkrankung einschließt.

Laut Eli Lilly & Co zeigte sich eine ähnliche Aktivität über verschiedene Niveaus der FRα-Expression hinweg. Die klinische Aktivität von Sofe-M blieb auch bei Patientinnen erhalten, die zuvor mit einem PARP-Inhibitor behandelt worden waren; nach Angaben des Unternehmens erzielen diese Patientinnen unter platinbasierter Chemotherapie in der Regel schlechte Ergebnisse.

Damit könnte die Kombination in einer Gruppe ansetzen, für die die bisherige Chemotherapie wenig Erfolg verspricht.

Watchlist: Kursziel, Fair Value und Nebenwirkungen im Blick

Die mediane Ansprechdauer und das mediane progressionsfreie Überleben waren bei medianen Nachbeobachtungszeiten von 6,2 beziehungsweise 10,2 Monaten noch nicht erreicht. Das progressionsfreie Überleben misst die Zeit, in der die Erkrankung nicht fortschreitet.

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse ab Grad 3 waren Neutropenie bei 42 % und Anämie bei 24 % der Patientinnen. Eine fiebrige Neutropenie trat bei 3 % der Patientinnen auf, eine vorbeugende Gabe von G-CSF war nicht vorgeschrieben. Dosisreduktionen betrafen 42 % der Patientinnen, 6 % brachen die Behandlung wegen eines unerwünschten Ereignisses ab.

Laut einem Bericht auf Yahoo Finance haben die Nicht-Inkretin-Portfolios von Eli Lilly & Co in Onkologie, Immunologie und Neurowissenschaften ihren Umsatz im zweiten Quartal 2026 mehr als verdoppelt. Diese Portfolios sollen demnach neue Quellen für Umsatzwachstum erschließen.

Die Aktie von Eli Lilly & Co notierte zum Stand vom 26. Oktober 2026 bei 1.144,6 EUR. Der Analystenkonsens nennt zum selben Stand ein Kursziel von 1.177,47 EUR und ein Rating „buy". Der modellierte Fair Value lag zum Stand vom 26. Oktober 2026 bei 875,55 EUR und damit unter dem Kurs. Konsens und Bewertungsmodell zeichnen damit unterschiedliche Bilder der Aktie.

Anleger sollten den Titel auf die Watchlist nehmen.

Ausblick: FRAmework-01 prüft drei Behandlungsgruppen

Eli Lilly & Co prüft Sofe-M bei platinsensitivem und platinresistentem Eierstockkrebs in mehreren Phase-3-Studien, die im Rahmen des Masterprotokolls FRAmework-01 laufen.

Laut Eli Lilly & Co umfasst das Programm drei globale Phase-3-Studien, die sich auf drei Teile verteilen:

  • Teil A prüft Sofe-M als Monotherapie bei platinresistenter Erkrankung.
  • Teil B prüft Sofe-M plus Bevacizumab bei platinsensitiver Erkrankung, die unter einem PARP-Inhibitor fortgeschritten ist, einschließlich eines Fortschreitens innerhalb von sechs Monaten nach Ende dieser Behandlung.
  • Teil C prüft Sofe-M plus Bevacizumab bei platinsensitiven Patientinnen ohne vorherige PARP-Inhibitor-Behandlung.

Für die zulassungsrelevante Phase-3-Studie FRAmework-01 wurde laut einer im Oktober 2026 veröffentlichten Fachpublikation eine Dosis von 3 mg/kg Sofetabart Mipitecan ausgewählt.

Sofe-M hatte laut einer im Juli 2026 veröffentlichten Fachpublikation von der FDA den Status einer Breakthrough Therapy erhalten. Dieser Status galt für die Behandlung bestimmter Patientinnen mit platinresistentem Ovarialkarzinom. Ovarialkarzinom ist der medizinische Fachbegriff für Eierstockkrebs.

Der FDA-Status betrifft damit die platinresistente Erkrankung, die Teil A untersucht, nicht die platinsensitiven Kombinationsteile B und C.