---
title: "BASF sondiert eine mögliche Evonik-Übernahme"
canonical: "https://aktienstudien.de/article/basf-sondiert-eine-moegliche-evonik-uebernahme"
markdown: "https://aktienstudien.de/article/basf-sondiert-eine-moegliche-evonik-uebernahme.md"
type: article
published: "2026-10-22T10:20:56.882409+00:00"
updated: "2026-10-22T10:20:56.882409+00:00"
company: "BASF SE"
isin: "DE000BASF111"
wkn: "BASF11"
price_as_of: "2026-11-02T09:00:44.028+00:00"
image: "https://aktienstudien.de/media/6ce6c69d-f7e7-41ed-83cd-edba001fcf25.png"
tags:
  - "Aktienrückkauf"
  - "Industrie"
  - "USA"
---

# BASF sondiert eine mögliche Evonik-Übernahme

> BASF hat Sondierungsgespräche mit der RAG-Stiftung und Evonik zu einer möglichen Übernahme bestätigt, deren Ausgang offen war.

BASF SE hat im September 2026 Sondierungen mit der RAG-Stiftung und Evonik Industries AG zu einer möglichen Übernahme bestätigt. Ein erstes Angebot von 22,15 EUR je Evonik-Aktie wies Evonik laut Handelsblatt als zu niedrig zurück, Investoren erwarten einen möglichen Anstieg bis 25 EUR.

## Kennzahlen

| Feld | Wert |
| --- | --- |
| Unternehmen | BASF SE |
| ISIN | DE000BASF111 |
| WKN | BASF11 |
| Sektor | Chemie |
| Kurs | 53,64 € |
| Kursziel | 53,60 € |
| Kurspotenzial | -0,1 % |
| Fair Value | 61,67 € |
| Rating | Halten |
| Sentiment | neutral |

## Warum jetzt: BASF bestätigte Sondierungen

BASF SE hat im September 2026 Sondierungen mit der RAG-Stiftung und der Evonik Industries AG zu einer möglichen Übernahme von Evonik bestätigt. Fortgang und Ausgang der Gespräche waren nach eigenen Angaben zu diesem Zeitpunkt offen. Bestätigt ist damit ein Gesprächsstand, kein beschlossener Zusammenschluss.

Über die Gespräche berichtete das manager magazin am 21. Oktober 2026. Demnach betreiben BASF-Chef Markus Kamieth und Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Bock aktiv Übernahmediplomatie in Sachen Evonik. Die Führung von Evonik wehrt sich dem Bericht zufolge bisher gegen die Pläne. Politische Unterstützung erhält sie laut manager magazin von der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne).

Eine Schlüsselrolle könnte der Hauptaktionärin von Evonik zufallen. Laut FAZ vom 13. Oktober 2026 hält die RAG-Stiftung fast 44 % an Evonik.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte BASF SE weltweit einen Umsatz von rund 60 Mrd. EUR. Im September 2026 beschäftigte die BASF-Gruppe nach eigenen Angaben rund 95.000 Mitarbeitende. Zum Kernportfolio von BASF SE zählten zu diesem Zeitpunkt die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care. Die Segmente Surface Technologies und Agricultural Solutions führte der Konzern im September 2026 als Standalone Businesses. Für die BASF-Aktie dürfte damit zählen, ob die Gespräche mit RAG-Stiftung und Evonik über die Sondierung hinauskommen.

## Was Sie tun können: BASFs finanzieller Rahmen

Im zweiten Quartal 2026 erzielte BASF SE einen Konzernumsatz von 17,2 Mrd. EUR, 2,4 Mrd. EUR mehr als im Vorjahresquartal. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im zweiten Quartal 2026 um 854 Mio. EUR auf 2,4 Mrd. EUR. Im ersten Halbjahr 2026 wies BASF SE einen Umsatz von 33,2 Mrd. EUR aus, 1,9 Mrd. EUR mehr als im ersten Halbjahr 2025. Den Anstieg begründete der Konzern vor allem mit positiven Mengen- und Preiseinflüssen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag im ersten Halbjahr 2026 bei 4,8 Mrd. EUR.

Ende Juli 2026 hob BASF SE die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an und erwartete ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,9 und 7,7 Mrd. EUR. Das operative Geschäft dürfte damit die Basis für den finanziellen Rahmen des Konzerns gebildet haben.

Hinzu kam der Verkauf des Coatings-Geschäfts an Carlyle, der BASF SE laut Mitteilung vom Juli 2026 einen Veräußerungsgewinn von 3,5 Mrd. EUR nach Steuern einbrachte. Der Konzern verbuchte einen Veräußerungsgewinn nach Steuern von 3,5 Mrd. EUR. Eine Kaufpreiszahlung ist ein Mittelzufluss, ein Veräußerungsgewinn ein Ergebnisbeitrag; beide Größen lassen sich deshalb nicht addieren.

Im Juli 2026 beschloss BASF SE ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,0 Mrd. EUR, das von August 2026 bis Ende April 2027 laufen soll. Zwischen November 2025 und Juni 2026 hatte der Konzern bereits eigene Aktien für rund 1,5 Mrd. EUR zurückgekauft. Im Juli 2026 beabsichtigte das Unternehmen, jährlich mindestens 2,25 EUR je Aktie oder rund 2 Mrd. EUR auszuschütten. Von 2025 bis 2028 strebte BASF SE Ausschüttungen von mindestens 12 Mrd. EUR an. Außerdem kündigte der Konzern an, im dritten Quartal 2026 Anleihen und Darlehen mit einem Nominalvolumen von 1,6 Mrd. EUR vor Fälligkeit zurückzuzahlen.

Die Nettoschulden von BASF SE lagen laut FAZ vom 13. Oktober 2026 zuletzt bei gut 20 Mrd. EUR. Der Zeitung zufolge passt es trotz dieser Schulden in die Kapitalplanung, das neu definierte Kerngeschäft mit Akquisitionen zu stärken. Für eine mögliche Evonik-Übernahme dürfte zählen, wie viel Spielraum neben Rückkäufen, Dividende und Tilgung bleibt.

## Was Sie tun können: Preisbild und Watchlist

Laut Handelsblatt vom 13. Oktober 2026 bot BASF SE in einem ersten Vorstoß 22,15 EUR je Evonik-Aktie. Evonik wies die Offerte dem Bericht zufolge als zu niedrig zurück. Das im September vorgelegte Angebot bewertet das Eigenkapital von Evonik nach Handelsblatt-Angaben mit rund 10,3 Mrd. EUR und den Unternehmenswert inklusive Schulden mit 14 Mrd. EUR. Der Unternehmenswert von 14 Mrd. EUR entspricht dem Sechs- bis Siebenfachen des für 2027 erwarteten operativen Gewinns von Evonik.

Laut Handelsblatt erwarten Investoren und Analysten, dass der Kaufpreis im Zuge der Gespräche bis auf 25 EUR je Evonik-Aktie steigen könnte. Berenberg-Analyst Sebastian Bray hält laut cash-online vom 14. Oktober 2026 ein Angebot zwischen 24 und 25 EUR für denkbar. Vor den ersten Berichten über die BASF-Pläne kostete die Evonik-Aktie laut cash-online rund 18 EUR. Am 14. Oktober 2026 notierte sie dem Bericht zufolge bei 21,68 EUR. Der Evonik-Kurs lag damit unter dem ersten Gebot, was auf Zweifel an einem Abschluss hindeuten könnte.

Laut FAZ vom 13. Oktober 2026 präferiere der BASF-Vorstand einen „Cash-Deal“, bei dem die Evonik-Aktionäre Geld bekämen. Eine teilweise Zahlung mit Aktien schließe der Vorstand laut FAZ nicht aus, favorisiere sie aber nicht. Laut Handelsblatt heißt es in BASF-Kreisen, bestehende Verträge zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten würden bei einem Zusammengehen „vollumfänglich eingehalten“. Bei Evonik sind laut FAZ betriebsbedingte Kündigungen bis 2032 ausgeschlossen. Für das Chemieparkgeschäft Syneqt mit rund 3.500 Mitarbeitern sucht Evonik laut Handelsblatt einen neuen Eigentümer. Bei einer Fusion könnte BASF SE Syneqt nach Aussage eines Insiders weiterführen.

Die BASF-Aktie notierte zum Stand vom 21. Oktober 2026 bei 52,6 EUR. Das Kursziel lag zu diesem Stand bei 53,6 EUR, der Kurs damit 1,9 % darunter. Zum Fair Value von 52,62 EUR ergab sich zum selben Stand ein Aufwärtspotenzial von 0,0 %. Das Preisbild dürfte den Ausgang des Übernahme-Pokers damit kaum vorwegnehmen.

Anleger sollten die BASF-Aktie in dieser These auf die **Watchlist** nehmen, bis sich zeigt, ob aus dem abgelehnten ersten Vorstoß ein akzeptiertes Angebot wird.

## Joint-Venture mit Highsun und Zeitplan bis 2028

Neben dem Werben um Evonik treibt BASF SE auch den Umbau des eigenen Portfolios voran. Laut Mitteilung vom 19. Oktober 2026 unterzeichneten BASF SE und die chinesische Highsun Holding Group (HSCC) eine unverbindliche Absichtserklärung. Beide Unternehmen wollen prüfen, ob sie ihre europäischen Aktivitäten entlang der Polyamid-6-Wertschöpfungskette in einem 50:50-Joint-Venture zusammenführen.

Die Farbensparte hat BASF SE laut Handelsblatt vom 13. Oktober 2026 bereits verkauft, die Agrareinheit soll dem Bericht zufolge 2027 an die Börse gehen. Für die Aktienthese dürfte zählen, ob BASF SE Abgaben, Börsengang und einen möglichen Zukauf parallel bewältigen kann.

Zum möglichen Zeitrahmen einer Übernahme berichtete die FAZ am 13. Oktober 2026 unter Berufung auf Unternehmenskreise: Im BASF-Vorstand geht man davon aus, dass die Übernahme erst Ende 2028 abgeschlossen wäre. Demnach geht der Vorstand davon aus, dass die Übernahme erst Ende 2028 abgeschlossen wäre.

---

## Rechtliche Hinweise

Die auf dieser Website bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Grundlage einer individuellen Beratung durch einen qualifizierten Finanzberater und unter Berücksichtigung der persönlichen finanziellen Situation, der Anlageziele und der Risikobereitschaft getroffen werden.

Die dargestellten Informationen, Analysen und Einschätzungen wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, dennoch übernimmt der Betreiber keine Gewähr für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Historische Kursentwicklungen und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Anlagen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden und können zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.

Der Betreiber, seine Mitarbeiter oder verbundene Personen können Positionen in den besprochenen Finanzinstrumenten halten. Mögliche Interessenkonflikte werden – soweit bekannt – bei den jeweiligen Inhalten kenntlich gemacht.

**Künstliche Intelligenz.** Unsere Studien und Beiträge entstehen unter Zuhilfenahme von KI-Systemen; die Motive in den Seitenköpfen sind KI-generierte Symbolbilder. Welche Systeme wir wofür einsetzen und wer die redaktionelle Verantwortung trägt, steht unter „KI-Transparenz“.

Quelle: https://aktienstudien.de/article/basf-sondiert-eine-moegliche-evonik-uebernahme
